Wolkigkeitsmessgerät

Wolkigkeitsmessgerät prüft Finish auf optische Gleichmäßigkeit

Wolkigkeit nennt man eine Störung im Erscheinungsbild von Effektlacken, die sich durch fleckenartige Farb- und Helligkeitsveränderungen äußert. Der Effekt der Wolkigkeit, auch Mottling genannt, tritt besonders häufig bei Effektlackierungen auf, etwa der Metalliclakierung einer Autolackierung. Helle Metallictöne sind besonders anfällig für Wolkigkeit. Gründe für Wolkigkeit im Lack reichen von ungünstiger Lackformulierung bis zu inkonsistenten Bedingungen bei der Applikation. Mit einem Wolkigkeitsmessgerät kann man Wolkigkeit im Lack objektiv bewerten und somit Ursachen für Wolkigkeit/ Mottling finden.

Dieser Artikel widmet sich dem Wolkigkeitsmessgerät und informiert über die Funktionsweise vom Wolkigkeitsmessgeräten/ Mottling Meter.


Wolkigkeitsmessgerät bei Automobillackierungen unerlässlich

Automobillacke unterliegen besonders hohen Qualitätsanforderungen hinsichtlich ihres Erscheinungsbildes. Sie sind Qualitätsmerkmal Nummer eins bei Kunden. Besonders auf großen lackierten Karosserieflächen fällt Wolkigkeit/ Mottling da ins Gewicht. Bevor es Wolkigkeitsmessgeräte gab, setzte man schlicht auf die visuelle, subjektive Kontrolle. Lichtverhältnisse im Produktionsbereich lassen Wolken jedoch nicht immer gut und vor allem nicht konsistent und zuverlässig erkennen. Gut, dass man sich dank Wolkigkeitsmessgeräten auf die objektive Qualitätskontrolle verlassen kann.

Hauptübeltäter bei Wolkigkeit/ Mottling:

  • Schwankungen im Lackierprozess und
  • die Lackformulierung

verursachen:

  • Unregelmäßige Ausrichtung von Metallic-Pigmenten (Aluminiumflakes) im Lackfilm → instabile Formulierung (z. B. Rheologieadditive) oder ungleichmäßige Applikationsparameter (z. B. nasse oder trockene Bereiche)
  • Wechselnde Schichtdicken im Basislack → sorgt für unterschiedliche Deckkraft

Den Wolken auf der Spur: so misst das Wolkigkeitsmessgerät Mottling

Man kann Mottling zwar mit einem Mehrwinkel-Spektralphotometer ermitteln, jedoch ist diese Methode zur Ermittlung der Wolkigkeit zeitintensiv, da die Oberfläche Punkt für Punkt gescannt werden muss. Schneller geht es mit einem handlichen Wolkigkeitsmessgerät/ Mottling Meter mit kleinen Rollen.

Das Erkennen von Wolkigkeit bezieht diese drei Faktoren ein:

  1. Beleuchtung → muss konstant sein (Weißlicht-LED)
  2. Betrachtungsrichtung → 15°, 45°, 60°
  3. Betrachtungsentfernung → Große Flecken sind im großen Abstand deutlicher, kleine Flecken von Nahem sichtbar.

Das Messgerät wird über eine Strecke (zwischen 10 und 100 cm) auf der Lackprobe bewegt und die Helligkeitsvariierung Punkt für Punkt gemessen. Die LED beleuchtet unter 15 Grad zur Senkrechten die Lackfläche. Drei Detektoren mit 15°, 45° und 60° zur LED detektieren Helligkeitsvariation unter drei Betrachtungswinkeln. Unter 15° detektiert man fehlorientierte Metallicpigmente, während 45° und 60° Schichtdickenvariation nachweist.

Durch mathematische Filterfunktionen wird das Messsignal in sechs Wolkengrößen aufgeteilt, und je ein Messwert pro Wolkengröße und jeden der drei Winkel berechnet. Je höher der Messwert, desto mehr Wolkigkeit ist sichtbar.

Wolkengröße VariableWolkengröße in mm
Md6 – 13 mm
Me11 – 24 mm
Mf19 – 42 mm
Mg33 – 72 mm
Mh57 – 126 mm
Mi100 – 200 mm

Wolkigkeitsmessgerät / Mottling Meter kaufen

Messgeräte zur Wolkigkeitsmessung werden in Zusammenarbeit mit Automobilherstellern innoviert. Sind Sie interessiert an einem Wolkigkeitsmessgerät, das Ihnen die Qualitätskontrolle erleichtert und effizienter macht, sowie objektiv betrachtete einwandfreie Karosseriepaneele beschert, dann zögern Sie nicht, uns Ihre Anfrage mittels unten stehendem Button zu übermitteln. Wir freuen uns auf Sie!