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Wertvolle Tipps zum spiegelglatten Lackieren mit Rolle und Pinsel und Pistole

Wer zum ersten Mal, ganz unvoreingenommen, etwas lackiert, wird recht schnell merken, dass man die Lackierung schnell durch Kleinigkeiten ruinieren kann. Dabei will man eine spiegelglatt lackierte Oberfläche erzeugen. Damit das mit dem spiegelglatt Lackieren funktioniert, sind einige Regeln und Faustregeln zu beachten: Dann macht Lackieren erstens Spaß und sieht zweitens auch noch richtig gut aus. Lacke sind nämlich prädestiniert für sehr glatte, geschlossene Oberflächenqualitäten. Erfahrung, Übung und Feingefühl machen gute Lackierer aus; doch nicht verzagen, auch Laien schaffen mit dieser Sammlung an Ratschlägen die perfekte Lackoberfläche!

In diesem Ratgeber finden sich die wertvollsten Tipps rund ums erfolgreiche Lackieren. Dabei zeigen wir Fehlerquellen und einfache Lösungen zum Vermeiden bezeichnender Lackierfehler. Wer sich an diese ultimative Sammlung an Lackier-Tipps und Lackier-Regeln hält, hat bei der nächsten Lackierung nichts zu befürchten.


Typische Lackier-Fehlerquellen kennen und Fehler beheben

Im Lackier-Ratgeber betrachten wir die häufigsten Fehlerquellen und deren Beseitigung während des Lackierens, und zwar zunächst beim Lackieren mit Rolle und Pinsel und anschließend mit der professionellen Lackierpistole. Die Tipps sind im Prinzip auf alle Untergründe anwendbar: Metall, GFK/ Kunststoff und maßhaltiges Holz. So glatt, hart und brillant wie eine Profi-Autolackierung wäre allerdings utopisch.

Möchten Sie eine glatte, einwandfreie Lackoberfläche kreieren? Wir zeigen, wie das geht:

Die wertvollste Erkenntnis vorab: Die Vorbereitung des Untergrunds und Abkleben und so weiter macht 90 % des Ergebnisses aus. Also immer Geduld und Sorgfalt beim Spachteln, Füllen, Schleifen, Entfetten und Abkleben walten lassen.


1. Richtig Lackieren mit Rolle und Pinsel

Will man Metall lackieren, zum Beispiel aus Rostschutzgründen oder aber wegen der Optik, sind Pinsel und Rolle die Standardwerkzeuge zum Lackieren. Zu Anfang stellt sich die Frage: Welche Rolle und welchen Pinsel brauche ich? Um das zu beantworten, schaut man am besten aufs Technische Datenblatt des gekauften Lacks. Zum Beispiel von lösemittelhaltigen Heizkörperlacken wünscht man sich eine sehr ebenmäßige, geschlossene Lackoberfläche.

Damit man spiegelglatt lackierte Oberflächen hinbekommt, orientiert man sich an der Art, wie Profis Boote und Schiffe mit Lösemittellack/ Kunstharzlack lackieren:

  • Es braucht dünne Schichten und dafür braucht man eine Schaumstoffrolle/ Schaumstoffwalze mit sehr feinen Poren.

Richtig Lackieren: Rolle/ Walze und Pinsel

Zum richtigen Lackieren mit der Rolle gilt:

Pinsel lackieren verschlichten

Pinsel zum perfekten Lackieren und Verschlichten dürfen keine Haare verlieren.

Tipp: beidseitig abgerundete Schaumwalzen verhindern sichtbare, streifige Übergänge am besten!

Für Pinsel gilt:

  • Der Pinsel muss recht weich und breit sein und mit der Lösemittel des Lacks verträglich sein.
  • Für lösemittelhaltigen Lack/ sog. Kunstharzlack → Naturborsten
  • Für Wasserlacke → Synthetikborsten

Wir brauchen einen breiten Pinsel zum Verschlichten der Oberfläche.

Tipp: Vor dem Einsatz des Pinsels muss man diesen von losen Haaren befreien. Hierzu mehrmals über ein Schleifpapier ziehen, durch die Finger ziehen und im Vorfeld zu benutzen und auszuwaschen.

Typische Lackierfehler mit Rolle und Pinsel vermeiden

Wichtigste Fehlerquellen vermeiden und spiegellglatt lackierte Lackoberflächen hinkriegen. So geht’s:

Farbe nicht genügend aufgerührt → Farbe vor Gebrauch gründlich durchmischen

Eindeutig vermeidbarer Fehler ist das unzureichend oder gar unterbliebene Aufrühren des Lacks in der Dose. Bitte unterschätzen Sie dies nicht, sondern rühren immer fleißig auf. Nur so mischen sich Pigment, Bindemittel und Lösemittel – die Voraussetzung für gleichmäßige Anstriche.

Tipp: Pinsel und/oder Rolle in den Lack eine Weile (rund 5 Minuten) in die Malerwanne legen. So sättigen sich Pinsel und Rolle und der Farbauftrag ist gleichmäßig.

Übermäßig mit Pinsel verschlichtet → nur in einem Durchgang verschlichten

Nach dem Aufrollen vom Lack auf einer Fläche mit der Rolle verschlichtet man die mit winzigen Bläschen überwucherte Fläche mit dem flachen Pinsel, ohne Druck und im Kreuzgang. Ein Durchgang zum Verschlichten im Kreuzgang reicht aus. Bitte nicht mehrmals über dieselbe Stelle gehen, weil man Pinselspuren sieht. Diese glätten sich nach Abdampfen des Lösungsmittels aus dem Lack. Würde man zu oft übereinander verschlichten, löst man Lösemittel und die Fläche könnte sich nicht mehr genügend straffen.

Lack in zu hoher Schichtdicke aufgetragen → wegnehmen, was zu viel ist

Gefahrenstellen für zu hohe Schichtdicken sind Rundungen, Ecken und Kanten. Hier wird der Lackauftrag schnell zu viel, und das verursacht Tropfen, Nasen, Gardinen. Hat man es stellenweise zu gut gemeint, hilft es, den Überschuss mit dem leeren Farbroller abzunehmen und anschließend zu verschlichten.

Unverträgliche Lacksysteme übereinander streichen → mit 1K Lack auf der sicheren Seite

1K- und 2K-Lacke vertragen sich untereinander nicht, besonders dann nicht wenn ein zweikomponentiger Lack auf eine Schicht 1-K Lack gestrichen wird. Deshalb bei unbekanntem vorhandenen Lack entweder vorab den 1K/2K-Test machen, oder ausschließlich mit einkomponentigem Lack überstreichen. Würde man 2K auf 1K Lack streichen, löst dieser den unteren 1K Lack an und verursacht Defekte.


2. Lackieren mit der Pistole – wie die Profis

Atemschutz, Schutzanzug, funktionstüchtige Absaugungsanlage für den Sprühnebel, professionelle Spritzausrüstung – das haben nicht viele in ihren Hobbykellern und Hobby-Werkstätten. Das soll aber nicht heißen, dass man als ambitionierter Heimwerker und Hobby-Lackierer nicht vielleicht die Absicht hat, sich ein Spritzset, Kompressor und Co. zuzulegen. Professionelle Lackspritzpistolen kosten rund 500 Euro.

Damit beim Lackieren mit der Lackspritzpistole nichts schiefgeht, folgen die wichtigsten Tipps zum Spritzen von Lack:

Korrekte Verdünnung einhalten

Beim Spritzlackieren ist die korrekte Viskosität besonders wichtig, denn zu dicke Lacke verstopfen Ventile und spucken. Zu dünne Lacke decken und trocknen nicht angemessen.

Was man braucht, um die Viskosität – also wie dünn oder dick der Lack sein muss – ist ein einfacher Viskosimeter und die Angaben auf dem Technischen Datenblatt vom Lack. Je dünner der Lack, desto schneller rinnt dieser. Das kann man messen und weiß genau, wann dem Lack genug Verdünnung beigegeben wurde.

Einstellungen an der Spritzpistole:

  1. Luftdruck (vor dem Aufsetzen des Fließbechers mit Lack einstellen)
  2. Farbmenge
  3. Spritzwinkel einstellen und auf einem Karton/ Papier testen. Dann kontrollieren, ob das Spritzbild gleichmäßig ist.

Flächen mit dem Flachstrahl spritzen und in ca. 20 cm Abstand parallel zur Oberfläche bewegen. Dabei von oben nach unten spritzen.

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