Projektionsfarbe

Projektionsfarbe macht Rollleinwand überflüssig

Es gibt wenig, das nerviger ist, als beim zeremoniellen Heimkinoabend oder der Fußballübertragung durch störende Spiegelungen und schwachen Kontrast das Bild nicht gescheit erkennen zu können. Stattdessen schaut man mehr auf die Wand, den Lichtfleck oder den Schatten als auf die eigentliche Projektion. Mit sogenannter Projektionsfarbe, Leinwandfarbe und Projektionslack in Grau, Weiß oder sogar Schwarz kann man die weiße Wand, auf die der Beamer projiziert, funktional aufwerten, ohne sich eine teure Leinwand anschaffen zu müssen, die womöglich zu dreiviertel der Zeit ungünstig und sperrig im Weg herumsteht und die Raumästhetik stört. Projektionsfarbe lässt Filmfanaten, Gastronomen und Eventlocation-Vermieter aufatmen. Projektionsfarbe verbessert den Kontrast und kommt der Bildqualität einer mobilen oder Rollleinwand sehr nahe.

Mit Projektionsfarbe, die auch gern als Leinwandfarbe bezeichnet wird, lässt sich praktisch aus jeder Wand im Haus eine Projektionswand anfertigen.

Vorteile der Projektionsfarbe/ Leinwandfarbe

  • preislich günstiger als eine Leinwand
  • platzsparend, nimmt praktisch keinen Platz in Beschlag
  • in Weiß und in Graustufen abgetönt (erhöhter Scjwarzwert) erhältlich
  • matte Leinwandfarbe neigt zu weniger Reflexion
  • sorgt für hohe Schärfe, hohen Kontrast und intensive Farben
  • es macht nicht zuletzt auch Spaß zu streichen
Jansen Aqua Projektionslack weiß
Jansen Aqua Projektionslack weiß
Jaeger 391 Aqua Projektionsfarbe weiß
Jaeger 391 Aqua Projektionsfarbe weiß
Smart Projektor Farbe weiß
Smart Projektor Farbe
weiß
Smart Projektor Farbe Pro weiß
Smart Projektor Farbe Pro
weiß
Smart Projektor Farbe Kontrast grau
Smart Projektor Farbe Kontrast grau

Welche Projektionsfarbe und Leinwandfarbe ist die beste?

Damit man sich für die richtige Leinwandfarbe entscheidet, mit der die Heimkino-Erfahrung der Knüller wird, kann man grundsätzlich zwischen eher günstiger Farbe und hochwertiger, teurer Farbe unterscheiden. Deren Merkmale sind:

Merkmaler schlechter Farbe

  • Viel Füllstoff = übermäßige Projektionslichtstreuung + farbliche Verfälschung = unzureichende Schärfe, Kontrast, Farbintensität

Füllstoffe in der Farbe sind runde Partikel und streuen darum das auftreffende Licht in allerlei Richtungen. Das Seherlebnis wird dadurch stark verschlechtert, da das Bild kontrastarm ist und an Schärfe verliert.

Merkmale guter Farbe

  • Statt viel Füllstoffen ist viel plättchenförmiges Pigment enthalten, es reflektiert Projektionslicht unverfälscht.

Pigment in hoher Konzenration sowie in Form von flachen Plättchen reflektieren auftreffendes Licht hauptsächlich im selben Winkel zurück in Richtung Beamer, zum Zuschauer. Dadurch gibt es weniger Streuung, das Bild erfährt weniger Brillanz- und Tiefenverlust. Das ist der Knackpunkt, warum Projektionsfarbe so wirkungsvoll ist.

Graue Projektionsfarbe verbessert Kontrast und Schwarzwert

Grau abgetönte Leinwandfarbe/ Projektionsfarbe verbessert den Kontrast des projizierten Bildes erheblich. Besonders bei hellen Lichtverhältnissen und Räumlichkeiten mit Tageslicht eignet sich ein Grauton besonders gut an der Wand, da dieser störendes Streulicht im Raum vermindert. Zwar verliert man im hellen/weißen Bildbereich an Helligkeit, das ist aber unauffällig. Dagegen ist im Schwarzbereich ein enormer Kontrast-Gewinn zu verzeichnen, was als angenehm erfahren wird.

Das Leuchtmittel des Beamers muss leistungsstark genug sein, sonst nützt auch die perfekt mit grauer Projektionsfarbe gestrichene Wand nichts. Entscheidet man sich gar für schwarze Leinwandfarbe, gehört ein Beamer ab 3000 ANSI Lumen zum Pflichtprogramm.

Projektionsfarbe streichen

Projektionsfarben eignen sich für fast alle Untergründe, von Beton, über Holz bis hin zu Altanstrichen.

Die Wand, die man streichen möchte, muss fürs beste Ergebnis möglichst glatt sein – je glatte, desto besser. Es ist auch möglich eine Holztafel zu streichen, die dann aufgehängt wird. Dann bleibt die vermeintliche Raufasertapete unberührt. Oder man nimmt die Tapete ab und streicht beziehungsweise rollt direkt auf den Beton/Putz

Da sich die Beschichtungssysteme mitunter gewaltig unterscheiden, ist keine allgemeingültige Anleitung zum Streichen von Leinwandfarbe und Projektionsfarbe anzugeben. Manche Systeme unterteilen sich in

  1. Grundierung,
  2. Basisfarbe in mehreren Schichten,
  3. Farblose Versiegelung (Eine Versiegelung bewirkt neben der Glättung der Oberfläche zusätzlich das Herausfiltern von UV-Strahlung und eliminiert das noch vorhandene Streulicht.).

Alle Schichten muss man mit einer Velours- oder Webflor-Rolle auf die glatte Wand aufwalzen.

Je nach System der Leinwandfarbe sollte man stets strikt nach Gebrauchsanleitung vorgehen und sich das technische Merkblatt verinnerlichen!