Ladeflächenbeschichtung

Anhänger, Pick-up und Co. dank Ladeflächenbeschichtung robust wie nie

In letzter Zeit begegnen einem vermehrt die typisch strukturierten, schwarz beschichteten Ladewannen, Ladeflächen an und in Fahrzeugen, Pick-ups, aber auch komplett in die Panzerschicht eingehüllte Offroad-Fahrzeuge, Quads und so weiter. Die am häufigsten als Laderaumbeschichtung genutzte Ladeflächenbeschichtung, wird auch Nashornhaut Farbe genannt. Die dickschichtige, durch Granulat strukturierte Transportflächenbeschichtung zeichnet sich durch besondere Zähigkeit und Robustheit aus – genau das richtige für hoch beanspruchte Oberflächen. Durch die hohe Elastizität werden Temperaturunterschiede genauso ohne Weiteres weggesteckt wie UV-Strahlung und natürlich mechanische Belastung. Wer nach einer luft- und wasserdichten Beschichtung für Fahrzeug Außen- oder Innenraum sucht, hat mit der verschleißfesten Ladeflächenbeschichtung gute Karten, eine langlebige, robuste Beschichtung gefunden zu haben.

Ladeflächenbeschichtung: von Anhänger bis Wasserundurchlässigkeit

Die Ladeflächenbeschichtung ähnelt der sogenannten unzerstörbaren Beschichtung. Beste Ergebnisse erzielt man, wenn man die Ladeflächenbeschichtung bei einem professionellen Beschichter vornehmen lässt. Manche Autowerkstätten/Aufbereiter haben sich hierauf spezialisiert. Neben Autobeschichtung, sind fugenlose Terrassen-, Pool- und Flachdachabdichtung bis hin zu industriellem Schallschutz, Verschleißschutz oder Korrosionsschutz gängige Einsatzgebiete. Die Anbringung der professionellen 2K Beschichtungen erfordert spezielles Equipment (2K Hotspray Sprühpistole etc.), professionelle Vorbereitungsarbeiten und Erfahrung.

Es gibt allerdings auch Nashornhaut Farbe zu kaufen, sodass man mit Pinsel, Rolle oder Sprühgerät einfach selber den Pick-up oder die Ladefläche beschichten kann – sorgfältige Vorbehandlung und Verarbeitung entsprechend technischem Merkblatt vorausgesetzt!
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Das ist und kann Ladeflächenbeschichtung

Die Ladeflächenbeschichtung zum selber machen bzw. Anhänger-Ladefläche Beschichten, von der hier die Rede ist, besteht in der Regel aus dem Harz Polyurethan. Das bedeutet, Ladeflächenbeschichtung ist eine 2 Komponenten Beschichtung oder 1 Komponenten Beschichtung mit Polyurethan (PU) als Bindemittel. Polyurethanharze sind ebenso wie Polyurea sehr elastisch und somit dehnbar. Das wirkt sich positiv auf die Widerstandskraft der Beschichtung aus. Daneben zeichnet sich Ladeflächenbeschichtung auf Basis von Polyurethan durch Folgendes aus:

  • UV-beständig
  • luft- und wasserundurchlässig
  • beständig gegen Verschleiß durch mechanische Einwirkung
  • lösemittelfreie Beschichtung
  • gleichzeitiger rutschhemmender Effekt

Die nicht selten aus den USA oder England stammenden Produkte zur werden international vertrieben, sodass man, sollte Nachschub nötig sein, da einen die Beschichtungswut gepackt hat, sie auch in Deutschland nachkaufen kann.

Selber Ladefläche beschichten – Darauf sollte man achten

Geeignete Oberflächen für Offroad-/ Pickup-/ Baumschinen-/ Laderaumbeschichtungen/ Bed Liner sind Metall, Holz (Marineplex/Betonplex/Siebdruckplatte), Beton und Kunststoff. Man sollte pro Produkt aber die Gebrauchsanweisung für geeignete Oberflächen beachten.

Am Beispiel der Beschichtung einer Ladefläche (Untergrund Autolack auf Metall) folgen die wichtigsten Tipps zur eigenständigen Verarbeitung von Ladeflächenbeschichtung, unterteilt in Sicherheitsvorkehrungen, Vorbehandlung Ladefläche und dem eigentlichen Ladefläche selber beschichten.

Sicherheitsvorkehrung und allgemeine Vorkehrungen

  1. Falls man keine geräumige Garage hat, wo man die Beschichtung komfortabel auftragen kann, ist es ratsam, einen trockenen, windstillen und recht warmen Tag auszuwählen und im Freien, im Schatten, zu beschichten.
  2. Boden vor dem Versickern von verschütteten Chemikalien in den Grund mit einer Plane oder Ähnlichem schützen.
  3. Atemschutzmaske tragen, Schutzbrille sowie Overall, damit man sich nicht einsaut.
  4. In einer Halle oder Garage muss ein guter Ablufttransport herrschen.

Vorarbeiten und Vorbehandlung lackierte Ladefläche

  1. Reinigen der Ladefläche mit Hochdruckreiniger, Seife, Bürste, Schwamm. Wichtig: Am Ende mit klarem Wasser abspülen. Waschanlage eher ungeeignet, da Versiegelungen und Wachs(-Rückstände) peinlichst vermieden werden müssen. Trocknen lassen.
  2. Maskieren mit Klebeband, Zeitungspapier, Karton, Müllbeutel. Alles, was nicht mit dem Anstrich in Berührung kommen soll, muss rigoros mit wieder ablösbarem Klebeband abgeklebt werden. Hierfür sollte man sich die Zeit nehmen und es sorgfältig abkleben, denn unsaubere Ränder sind nachträglich nicht mehr zu reparieren.
  3. Abschrauben und Abbauen sperriger, sich im Weg befindlicher Teile, ist dann ratsam, wenn diese das Auftragen erschweren würden oder hässliche Übergänge ergeben.
  4. Lack anschleifen mit Schleifvlies, damit die geeignete Rauheit und anschließende Haftung erreicht wird. In manchen Kits ist Schleifvlies zur Bearbeitung von unlackiertem und lackiertem Metall bereits enthalten. Richtwert Körnung: 240 – 400, zur Rostentfernung: ca. 80. Plane Flächen können mit Exzenterschleifer geschliffen werden.
  5. Schleifstaub entfernen mit je nach Möglichkeit Kompressorluft, Staubsauger, Handfeger, feuchtem Tuch.
  6. Entfetten der gesamten Ladefläche mit Terpentinersatz, Isopropanol oder Alkohol auf einem Tuch. Zum Schutz der Haut Handschuhe (z. B. Einweghandschuhe) anziehen und die Atemschutzmaske nicht vergessen.

Ladefläche beschichten

Eine systeminterne sogenannte Ätzgrundierung ist als Grundierung nur dann nötig, wenn man Kunststoffe sowie Metall beschichten möchte, an dem Lacke schlecht oder nicht haften. Man kommt aber in der Praxis ohne sie bestens aus.

Da sich jedoch die Gebrauchsanweisungen der Produkte mitunter unterscheiden, zeigen wir die allgemeine Methodik zum Rollen auf. Hier gilt es, die Gebrauchsanweisung der gekauften Beschichtung zu befolgen.

  1. 1K Beschichtung: Gut umrühren/ schütteln. Topfzeit beachten und innerhalb der Topfzeit verarbeiten.
    2K Beschichtung: Harz und Härter gut miteinander vermischen. Topfzeit beachten und innerhalb der Topfzeit verarbeiten.
  2.  Ecken mit dem Pinsel streichen, Flächen in übersichtlichen Abschnitten rollen. Geeignete Rolle: grobporige Kunststoffwalze für Granulatverteilung.
  3. Abgeklebte Flächen vom Maskierklebeband befreien.
  4. Kurze Zeit trocknen lassen und zweite Schicht im Kreuzgang aufrollen.
  5. Nach einigen Tagen ist die Ladeflächenbeschichtung ausgehärtet und kann voll belastet werden.

Die Haftung von Laderaumbeschichtungen ist prinzipiell sehr hoch, deshalb sollte man wirklich aufpassen, dass die Beschichtung nicht auf ungewollten Stellen liegen bleibt. Daraus folgt ferner, dass die Beschichtung extrem schwer wieder zu lösen ist, sollte dies irgendwann nötig sein.