Lacke für Unterhaltungselektronik

Mehr als Deko: Lacke für Unterhaltungselektronik

Verbraucherelektronik und Unterhaltungselektronik, das sind elektronische Geräte, wie Fernseher, Laptops, Computer, Radios, Hifi-Anlagen und alles, was im weitesten Sinn mit dem Aussenden von Bild und/oder Ton zu tun hat. Heutzutage können Verbraucher vor dem Kauf bequem vom Sofa aus Produkte der Unterhaltungselektronik vergleichen, bevor sie sie kaufen. Hochwertige Fernseher mit hohen Verarbeitungs- und Qualitätsstandards kommen bei Konsumententest besser weg. Ferner sind Designtrends, Form, Farbigkeit und Funktionalität Einflussgrößen für Kaufentscheidung im Segment der Unterhaltungselektronik. Lacke für Unterhaltungselektronik unterstreichen Qualitätsmerkmale und kann Gebrauchskomfort und -erlebnis steigern – sei es die Gaming-Konsole, der Smart-Kühlschrank oder die Tastatur. Dazu muss man verstehen, was Nutzer wertschätzen, und in welcher Weise sie Elektronik benutzen.

Dieser Bericht richtet den Blick auf einige marktführende Coatings für Unterhaltungselektronik (CE = Consumer Electronics) und betrachtet die Design-Trends der Branche.


Soft Touch und Haptik-Lacke für Consumer Electronics

Haptik und die haptische Wahrnehmung beschreibt den Tastsinn, das aktive tastende Begreifen. Geht es um haptische Lacke oder Haptik-Lacke, dann ist der fühlende Tastsinn im Spiel, denn Haptik-Lacke verleihen Oberflächen eine bestimmte haptische Qualität. Die haptischen Qualitäten gehen von gummiartig über samtig weich bis zu seidig glatt. Mit Haptik-Lack kann man Oberflächen und dem Produkt haptische Eigenschaften verleihen, die das Gerät durch Strukturierung ein Image, ein Gefühl transportieren lassen. Es wertet die Qualität von Unterhaltungselektronik dadurch auf, vermittelt eine hochwertige Verarbeitungsqualität und Eleganz.

Soft Touch Lacke sind Oberbegriff des wohl bekanntesten Haptik-Lacks. Blanke Kunststoffe berührt man nicht gerne, Soft Touch Lack ändert das. So fühlen sich mit Soft Touch Lacken behandelte Kunststoffgehäuse und Kunststoffteile von Mobiltelefonen, Laptops, Konsolen, Kopfhörer, bis hin zum Handschuhfach im Auto einzigartig und angenehm hochwertig an. Dass solche Soft Touch Lacke die Kaufentscheidung beeinflussen, zeigt auch die ultrasonische Zahnbürste des bekannten niederländischen Elektronikkonzerns, die unsere Zahnpflege allmorgendlich erträglicher machen.

Für Hersteller von Consumer Electronics/ Unterhaltungselektronik/ Verbraucherelektronik stellen Abriebfestigkeit, Chemikalienbeständigkeit, Licht- und Fleckenbeständigkeit Herausforderungen bei der Entwicklung beständiger Soft Touch Lacke dar – was zum Anfassen designt wurde, muss schließlich Abriebbelastung standhalten. Polyurethan-Dispersionen und PU-Emulsionen machen den typischen Soft Touch Lack aus. Polyurethane sind als vielseitige Harze besonders elastisch, zeichnen sich durch exzellente mechanische Eigenschaften aus. Je nach Einsatz, steuern UV-härtende Lacke extra Härte und Langlebigkeit bei.


Gelungene Markenkommunikation mit Farbe und Ausdruck

Die Unterhaltungselektronik ist ein konkurrierendes Marktsegment; das Image einer Marke schafft Wiedererkennungswert und Wiederkauf-Wert. Produkte können noch so erstklassig funktionieren, wenn Storytelling und Branding nicht stimmen, verkauft sich das Produkt nicht.

  • Marketingabteilungen in Konzernen der Elektronikbranche setzen deshalb unter anderem auf stimmige Slogans à la Kaffeemaschine und George Clooney. Der Hollywood-Star unter den Kaffeeautomaten besitzt eine Kunststoffhülle, die dank Metal-Simulation-Lacken als echter Edelstahl durchgeht und eine solide Oberflächenqualität und somit Allgemeinqualität vermittelt.
  • Dyson setzt auf einzigartige Formensprache mit Wiedererkennungswert und der überzeugenden standhaften Story des Herrn Dyson, der uns mit seiner beutellosen Technologie inzwischen seit Jahrzehnten aus der TV-Werbung bekannt ist. Dass die Farben des Kunststoffs von den Staubsaugermodellen so gut ankommen und sie sich im Premiumsegment ansiedeln, hat einen Grund: hochwertig lackiertes Plastik, das Langlebigkeit und Solidität verkörpert. Wer einen Dyson im Haus hat, erntet sozusagen Ansehen.

Wie Wearable-Unterhaltungselektronik mit Emotionen spielt

Soft Touch Lack für Unterhaltungselektronik

Soft Touch Lack ist in Unterhaltungselektronik, aber auch in Autoinnenausstattung der Haptik-Lack schlechthin.

Nun ist das Marketing-Kalkül mitunter durchschaubar, wenn es um die Suggestion von Lebenseinstellungen durch eine Marke und ein Produkt geht, aber was zählt ist, wenn Markenkommunikation stimmt, bleibt das Branding im Kopf der Verbraucher. Wearables gehen einen Schritt weiter, sie sind in Leben integriert. Unsere Welt ist vernetzt, das Internet der Dinge vernetzt uns. Wearable Devices treten in Kontakt mit unserer Haut, unserem Körper. Dadurch sind Wearables Teil quasi unseres Körpers, unserer Einstellung zum Leben und Aktivitäten. Emotionale Beziehungen zum Gerät bauen sich dann ganz automatisch auf – wer erinnert sich nicht ans Tamagotchi, und wie schnell es in den Alltag integriert wurde.

Wir nennen eine Maschine bei ihrem Vornamen, befragen sie und bedanken uns bei „ihr“. Sie ist Teil unseres Alltags. Da ist es wichtig, dass die Ausstrahlung Behaglichkeit ausstrahlt. Lackhersteller, wie die niederländische AkzoNobel, ist davon überzeugt, dass (haptische) Lacke jene magische Verbindung zwischen Mensch und Maschine transportieren kann.

Bei der Entwicklung neuer Lacksysteme ist es darum wichtig, nicht nur die Costumer Journey, sondern das Verhältnis nach dem Kauf nachzuvollziehen: Welche Haptik und welche Farbgestaltung braucht das Produkt neben der Formensprache? Designer begeben sich mitunter auf neue Pfade, mit Lackierungen fernab von Silber, Weiß, Schwarz, sondern bei Stein- und Holzimitations-Oberflächen von etwa Fernsehern.


UV-härtende Lacke optimieren Umweltbilanz der Produzenten

Mit der Umweltbilanz von Unternehmen im Fokus, probiert man, umwetverträglichere Produktionsweisen und die Senkung von CO2-Ausstoß aus. Für Lackfabriken bedeutet dies den Einsatz von energiesparenden Lacken, die Abkehr von hohen VOC-Belastungen und den vermehrten Einsatz von wasserbasierten Lacksystemen.

UV-härtende Lacke sind in vielen Fällen Teil des Öko-Umschwungs. Sie sind im Vergleich energieeffizienter, dadurch dass die Aushärtungszeit drastisch verkürzt wird. In weiterer Folge verkürzen sich Produktionstempo und -kosten. Rezepturen werden zudem mehr und mehr in ihren Komponenten reduziert – mehr schaffen mit weniger Rohstoffen bedeutet Effizienzgewinn und weniger Rohstoffverbrauch wie Umweltbelastung. Ähnlich wie UV-härtende Lacke, verhalten sich Niedertemperatur-Pulverlacke, die neben Lösemittelfreiheit mit schnellen Durchlaufzeiten im Einbrennofen punkten.

Der Balanceakt zwischen Einsparungspotential und Qualitätsicherung zwingt OEMs zur Kostenreduzierung, die in höherer Effizienz im Produktionsprozess zu finden ist. Schließlich verlangen Verbraucher gleichbleibend hohe Qualität und langlebige Unterhaltungselektronik, aber zugleich einen möglichst niedrigen Preis. Die Zukunft wird zeigen, wie Trends zu optimierter Ökobilanz und Effizienzsteigerung die kommenden Generationen der Verbraucherelektronik sowie der Lacke für Verbraucherelektronik formen werden.


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