Klarlack

Mit Klarlack zum Sprühen brillante, wasserfeste Oberflächen kreieren

Unter Klarlack versteht man transparenten Lack zum farblosen Versiegeln einer farbigen Lackierung. Besonders zur Konservierung von natürlich schöner, anmutender Oberfläche, wie gemasertes Holz oder auch pures, unbehandeltes Metall, bemalte Steine und vieles mehr, dient Klarlack zum Sprühen im Hobbybereich als schnelle und effektive Schutzlackierung. Dadurch wird die Oberfläche vor äußeren Einflüssen geschützt. Das bedeutet, Klarlack schützt im Groben vor Feuchtigkeitseinschluss und Korrosion. Klarlacke für den Hausgebrauch gibt es in unterschiedlichen Glanzgraden – von matt über seidenmatt bis hochglänzend– und eignen sich für Innen oder Außenbereiche. Klarlacke zum Sprühen sind die ideale Versiegelung von Stein, Holz, Metall, Kunststoffen und vielem mehr im Hobby-Bereich.

OBI Klarlack

OBI Klarlack

  • Inhalt: 400 ml
  • Finish: seidenmatt
  • Bindemittel: Kunstharz-Kombinationsharze
Belton PU Wasserlack Klarlack

Belton PU Wasserlack Klarlack

  • Inhalt: 400 ml
  • Finish: hochglänzend
  • styroporfest
  • Bindemittel: Polyurethan
  • basiert zu 95% auf Wasser
Dupli-Color Aerosol Art Klarlack matt

Dupli-Color Aerosol Art Klarlack

  • Inhalt: 400 ml
  • Finish: matt
  • nicht styroporfest
  • Bindemittel: Acryl-Copolymer

Rezeptur von Klarlack zum Sprühen

Klarlack zum Sprühen besteht in der Regel aus weniger Inhaltsstoffen als pigmentierte Buntlacke, da er auf deckende Pigmente und Füllstoffe verzichtet, um durch die Transparenz Vertiefung der Farbbrillanz, Metallic-Effekte und eventueller Strukturen zu erzeugen. Stattdessen besteht Klarlack hauptsächlich aus:

  • Bindemittel (meist Acryl)
  • Lösungsmittel (Wasser und/ oder Kohlenwasserstoffe/Nitro-Kombi)
  • Treibmittel (Butan/Propan)
  • ggf. Transparentpigmente zur Steigerung der Lichtdurchlässigkeit

Man nennt dieses unter Druck stehende Gemisch aus Lösungsmittel und dispergiertem Bindemittel, welches auf Knopfdruck austritt, Aerosol.


Schutzmaßnahmen zum Produkt beachten

Vor allem, wenn man mit Kindern bastelt, muss man beim Arbeiten mit Klarlack besondere Sicherheitsmaßnahmen ergreifen. Daher empfiehlt sich:

Atemschutz

Zwar ist ein Atemschutz nicht zwingend erforderlich, wenn man im windgeschützten und sonnengeschützen Bereich im Freien mit Klarlack zum Sprühen arbeitet, dennoch muss das Einatmen der freikommenden Gase verhindert werden. Hierzu kann man ABEK Gasmasken aufsetzen, die sich über Nase und Mund legen. Ist eine intakte Entlüftungsinstallation im Hobbykeller vorhanden, sollte man sich und Kinder trotzdem vor den anorganischen Gasen im Klarlack schützen.

Hautschutz

Zum Schutz der Hände muss man während der Verarbeitung von Klarlacken zum Sprühen Nitril-Handschuhe anziehen. Handschuhe vor Gebrauch auf Dichtigkeit kontrollieren und beim späteren Abstreifen nicht die Außenseite berühren. Hände anschließend waschen und abtrocknen.

Augenschutz

Beim Sprühen geht schnell mal etwas daneben. Augenschutz ist durch eine eng anliegende Staubschutzbrille gegeben. Die muss man unbedingt aufsetzen. Vielleicht finden insbesondere Kinder hieran sogar Spaß. Klares Wasser zum Augenspülen in Reichweite bewahren.

Kleidung schützen

Möchte man Kleidungsstücke und Schuhe vor auftreffenden Lackspritzern schützen, kann man Kittel und Overall in Betracht ziehen. Kontaminierte Schutzkleidung im Hobbykeller ausziehen und nicht in Kontakt mit sauberer Kleidung kommen lassen.


Mit Klarlack basteln

Klarlack ist der Bastellack schlechthin und darf in keinem Hobbyhaushalt fehlen. Schließlich fixiert Klarlack mit farbigen Lacken und Farben Gemaltes, Gezeichnetes und Eingefärbtes aus Holz, Stein, Karton, Beton, Metall, Gips, Modelliermasse, Papiermaché, lackierbaren Kunststoffen und vielem mehr.

Bau- und Bastelkunst kann man mit Klarlack bestens versiegeln, sodass sie weniger schnell abnutzen oder Wasser eindringt und das Kunstwerk verläuft. Damit das Gebastelte in voller Pracht erstrahlen kann, kommt es aber auf die richtige Handhabung vom Klarlack zum Sprühen an. Die Zauberformel lautet: Weniger ist mehr!

Klarlack zum Sprühen richtig auftragen

Hat man sich mit den Schutzvorkehrungen vertraut gemacht, kann der Sprühspaß mit Klarlack losgehen:

Erste Voraussetzung ist: Die zu lackierende Oberfläche muss komplett durchgetrocknet sein, um ein Verwischen und Feuchtigkeitseinschlüsse zu verhindern. Danach hängt man das Objekt so auf, oder platziert es so, dass es von (fast) allen Seiten mit der Sprühdose gut erreichbar ist.

Tipp: Dose vor Gebrauch in eine halbe Stunde in warmes Wasser legen. So mischt sich der Lack besser und man verringert das Risiko von „spuckendem“ Klarlack.

  1. Klarlack zum Sprühen gut und lange schütteln.
  2. Als Test der Sprühstärke und zum „Einsprühen“ Sprühauftrag kurz auf Pappkarton sprühen.
  3. Im Abstand von 10 bis 30 cm (je nach Gebrauchsanweisung) eine erste sehr dünne Klarlackschicht aufsprühen.
  4. Kurz antrocknen lassen (5 bis 10 Minuten).
  5. Im Kreuzgang Schicht für Schicht mit kurzen Trocknungspausen à 5 bis 10 Minuten auftragen.
  6. Letzte Schicht eher satt auftragen. Darauf achten, Läufer und Nasen zu verhindern.
  7. Lackierte Oberfläche ausreichend durchtrocknen lassen, mehrere Stunden, je nach Produkt und dessen Gebrauchsanweisung.
  8. Dose umdrehen und Ventil leer sprühen, damit Sprühkopf nicht verklebt.