Kalkfarbe

Mit Kalkfarbe gesundes Raumklima und organische Optik schaffen

Kalkfarbe gehört zu den Mineralfarben. Mineralfarben definieren sich durch deren Inhaltsstoffe auf mineralischer Basis. Genau wie Silikatfarbe auch, besteht das Bindemittel von Kalkarbe daher aus mineralischen Inhaltsstoffen. Mit Kalkfarben gestrichene Innenwände ergeben positive Eigenschaften, wie ein gesundes Raumklima, Emmissionsfreiheit und durch den hohen pH-Wert der Kalkfarbe werden die Bildung von Schimmel und Keimen in Bann gehalten.

In diesem Artikel erfahren Sie, woraus Kalkfarbe besteht, wo Kalkfarben verwendet werden können sowie die Vor- und Nachteile von Kalkfarben.


Das steckt in der Mineralfarbe Kalkfarbe

Kalkfarbe war mit Leimfarbe vor dem Zeitalter der Dispersionsfarben jahrhundertelang die Farbe für innen und außen schlechthin – vom Fachwerkhaus bis hin zu weiß gekalkten Häusern in Südeuropa. Daher wird Kalkfarbe und reiner Sumpfkalk zur Instandsetzung in der Baudenkmalpflege verwendet.

Kalkfarben gehören heute zusammen mit Silikatfarben zu den beliebtesten Mineralfarben für Wand und Decke im Wohn- und Schlafbereich im Haus. Besonders sensibel auf Schadstoffe und ausdünstende Farben reagierende Menschen wünschen ein gesundes Raumklima, und dazu tragen Mineralfarben wie die Kalkfarbe einen wichtigen Teil bei. Daher sind Schlafzimmer von Allergikern und Kinderzimmer für das Streichen der Wände und Decken mit Kalkfarbe prädestiniert.

Ganz nebenbei erzeugen Kalkfarben einen organischen, pudrigen, matten Look. Und genau das ist das Besondere an der Kalkfarbe: Sie trocknet nach dem Auftrag durch die Aufnahme von CO2 aus der Luft zu einer festen, weißen Kalkschicht. Diese Carbonatisierung bringt das Bindemittel Kalk wieder in seinen Ursprungszustand zurück.

Baufan Streichkalk
Baufan Streichkalk, weiß, matt
  • Bindemittel: Calciumhydroxid (Weißkalkhydrat)
  • Inhaltsstoffe: Weißkalkhydrat, Wasser, Additive
  • geeignet für: kalk- und zementhaltige Putze und Anstriche, innen und außen
Kundenmeinung zu Baufan Streichkalk

Vorteile:

  • „einfach zu verarbeiten“
  • „sehr günstig im Preis“
  • „sehr diffusionsoffen“
  • „umweltfreundlich (Weißkalkhydrat wird aus Marmor gewonnen)“
  • „ungiftig“
  • „verhindert das Wachstum von Schimmel“

Nachteil:

  • „Man braucht 2 Anstriche (bei farbigen Untergründen 3) bis sie gut deckt.“

Kalkfarbe: Inhaltsstoffe

  • Bindemittel: Das Bindemittel von Kalkfarben ist Kalkhydrat = Calciumhydroxid. Das ist ein rein mineralischer, mit Wasser gelöschter gebrannter Kalk. Dieser gelöschte Kalk ist mineralisches Bindemittel und weißes Pigment zugleich. Daneben kommen
  • Wasser sowie
  • Füllstoffe und
  • Additive in Kalkfarben vor.

Möglich ist bei Kalkfarben die Zugabe von Kasein zum Bindemittel oder Kunstharzdispersionen zu höchstens 5 %. Das sorgt für eine Verbesserung der Verarbeitbarkeit. Kalkfarben sind typische Innenraumfarbe, können außen aber auch eingesetzt werden. Außen Kalkfarbe wird am besten auf unbewitterten Außenflächen und in mehreren Schichten angebracht.

Noch besser eignen sich Kalkfarben aufgrund der besonders hohen Diffusionsfähigkeit für Feuchträume, wie Keller und feuchteanfällige Innenwände.


Der Kalkfarbe Nachteile und Vorteile

Die Vorteile von Kalkfarben liegen ganz klar im gesunden Raumklima und dem umweltverträglichen Anstrich aus zu mindestens 95 % mineralischen Rohstoffen bei Dispersions-Kalkfarben. Weitere Vorteile und Nachteile von Kalkfarben werden hier übersichtlich dargestellt.

Vorteile Kalkfarbe

  • Organische, natürliche Optik der stumpfmatten Oberfläche
  • Nach Mineralputzgrundierung kann man Kalkfarbe auch auf Tapete und Altanstrich (Dispersionsfarbe) streichen.
  • Hoher Weißgrad
  • Mit kalkbeständigem, mineralischem Pigment abtönbar
  • Hohe Wassrdampfdurchlässigkeit
  • Natürliche Schimmelpilz -Vorsorge ohne Biozide
  • Keine Emission flüchtiger organischer Teile
  • Ökologisch vorteilhafte, energiearme Produktion
  • Für Allergiker geeignet

Kalkfarbe Nachteile

Wie bei praktisch allen stark alkalischen Mineralfarben, ist Kalkfarbe ohne Grundierung mineralischen Untergründen vorbehalten. Mineralische Untergründe sind Beton, Kalksandstein, Kalkputz, Lehmputz, Mineralfarben.

  • Alkalität von Kalkfarben verursacht schwere Reizung bei Augen- und Hautkontakt
  • Für Außenanwendung nur bedingt (wettergeschützter Bereich) geeignet
  • In Innenräumen mit vergleichsweise geringer Beanspruchung vorgesehen
  • Kalkfarben sind schwer pigmentierbar, es muss stetig umgerührt werden
  • Volltöne sind nicht möglich
  • Rollen oder Streichen von Kalkfarben muss sehr zügig erfolgen, da sie sehr schnell trocknen
  • Vergleichsweise aufwändige Verarbeitung mit Streichbürste im Kreuzschlag
  • Endhärte erst nach einigen Wochen erreicht
  • Nicht für Holz, Kunststoffe, kunststoffhaltige, lackähnliche Beschichtung und Oberflächen geeignet