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Pulverbeschichtung

Händische Pulverbeschichtung von Metallrohren

Pulverbeschichtung: Robuste, umweltfreundliche Alternative zu Nasslack

Pulverbeschichtung ist eine nachhaltige Alternative zur klassischen Flüssiglackierung. Neben traditionellen Nasslacken kommen Pulverbeschichtungen immer häufiger für Industrie und Gewerbe zum Einsatz und sind in Deutschland seit jeher langanhaltender im Trend. Pulverlacke sind zudem gesundheitlich unbedenklich, da sie frei von Lösungsmitteln sind.

Pulverbeschichtete Objekte begegnen uns täglich: von Felgen über Haushaltsmaschinen bis hin zu wetterfesten industriellen Anlagen. Pulverbeschichtung überzeugt durch extrem widerstandsfähige Oberflächen, flexible Anwendung, optische Attraktivität sowie Vielseitigkeit und vergleichsweise hohe Wirtschaftlichkeit. Dank steter Entwicklung ist sie nicht mehr nur Metallen vorbehalten, sondern findet ebenso Anwendung bei den hitzeempfindlichen Substraten MDF und Kunststoff.

Dieser Artikel bietet zeigt Vorteile, Anwendung und den Prozess der Pulverbeschichtung auf. Ferner erhalten Sie Einblick in lokale Pulverbeschichter im Bundesgebiet sowie die wichtigsten Pulverlack-Hersteller in Deutschland, bei denen Sie Pulverlack kaufen können.


Hierdurch zeichnet sich Pulverbeschichtung aus

Die Pulverbeschichtung ist heutzutage in Funktionalität und Methodik enorm gewachsen. Pulverbeschichtetes MDF, Glas und pulverbeschichteter Kunststoff sind heutzutage problemlos realisierbar und unterstreichen die Zukunftsstärke der Pulverbeschichtung fernab der „üblichen beschichteten“ leitfähigen Substrate, wie Metallen. Pulverbeschichtung bietet eine Vielzahl an Vorteilen. Dies sind die 5 wichtigsten Vorteile der Pulverbeschichtung:

  • Umweltfreundlichkeit: Pulverbeschichtung zeichnet sich durch eine sehr umweltschonende Verarbeitung aus. Lösungsmittelfrei, VOC = 0, sogenanntes Overspray kann zurückgewonnen und erneut verwendet werden. Dadurch ergibt sich gerade einmal max. 1% an Abfallprodukt.
  • Wirtschaftlichkeit: Einschicht-Applikation sorgt für hohe Durchlaufgeschwindigkeiten und geringere Verarbeitungskosten. Rohstoffe sind zudem günstiger in der Beschaffung als Nasslack.
  • Robustheit: Pulverbeschichtete Oberflächen sind schlagfest, abrasionsbeständig sowie UV-beständig und chemisch belastbar.
  • Optik: Pulverlack ist in einer Menge von Farbtönen und Finishs erhältlich. RAL, NCS, Pantone und DB-Farben und mehr: alles ist möglich. Zudem tropft Pulverbeschichtung beim Applizieren nicht – im Gegensatz zu Nasslack.
  • Flexibilität: Pulverbeschichtung eignet sich inzwischen nicht nur für Stahl, Aluminium und leitfähige Metalle, sondern es ist auch möglich, MDF zu beschichten sowie Glas, Holz und Kunststoff.

So funktioniert das Verfahren Pulverbeschichtung

Pulverlack – bestehend aus Harz (Epoxidharz, Polyurethan, Polyesterharz, Acrylate), Härter (Vernetzer), Pigment, Füllstoff und Additiven – wird elektrostatisch geladen und in „trockener Form“ (da 100% lösemittelfrei) mittels spezieller Pistole aufs Substrat appliziert. Danach folgt die Aushärtung im Ofen. Die 3 Schritte Vorbereitung / Vorbehandlung, Pulverapplikation und Vernetzung sind essentiell.

1. Vorbereitung und Vorbehandlung des Substrats

So wie für jede Beschichtungsart, gilt auch für die Pulverbeschichtung: sorgfältige Vorbehandlung ist ausschlaggebend für die spätere Oberflächenqualität. Voraussetzung ist eine schmutz-, staub-, öl- und fettfreie Substratoberfläche. Darauf folgt, falls nötig, die chemische Vorbehandlung zum Entlacken und Strahlen mit entsprechendem Strahlgut; Sandstrahlen bietet oft die ideale Rauheit vor dem Pulverbeschichten. Je nach Werkstoff wird der Prozess individuell abgewandelt und vom Sandstrahlen abgewichen. Aluminiumfelgen etwa würden durch Sandstrahlen verziehen und somit ein Sicherheitsrisiko darstellen.

2. Applizieren des Pulverlacks

Der Pulverlack wird mit Hilfe von Elektrostatik vom Substrat angezogen. Zwischen Pulverorgan mit erzeugter Hochspannung via Hochspannungskaskade (Corona) oder durch Reibungsaufladung (Tribo) und geerdetem Werkstoff entsteht ein elektrostatisches Feld, sodass die Pulverlack-Teilchen auf dem Substrat landen – auch bis zu einem gewissen Grad an dessen Rückseite. Der Prozess erfolgt entweder manuell oder in der automatisierten Anlage.
Beim weniger verbreiteten Wirbelsintern wird das aufgeheizte Substrat für wenige Sekunden in eine Pulverlack-Wolke (Wirbelbett) getaucht. Die Pulverlackteilchen schmelzen (sintern) und vernetzen so homogen am Werkstück. Vereinzelt ist dennoch ein Ofengang nötig.

3. Vernetzung

Die pulvrige Schicht wird als letzter Schritt im Ofen ausgehärtet. Dabei wird neben der Pulverschicht auch das Werkstück erwärmt. Nun schmilzt der Pulverlack und bildet einen homogenen flüssigen Film. Dies geschieht bei bis zu 200 °C für wenige Minuten. Zum Pulverbeschichten werden vorzugsweise sogenannter Pulverlack auf Basis von duroplastischen Kunststoffen (z. B. Polyesterharz) verwendet. Dieser härtet zu einer harten, sehr widerstandsfähigen Oberflächenschicht mit sehr guter Hitzebeständigkeit und chemischer Beständigkeit aus. Zum Wirbelsintern wird thermoplastischer Pulverlack eingesetzt.

Pulverbeschichtung in Deutschland in vielen Branchen Dauerbrenner

Da pulverbeschichtete Werkstücke nach der Vernetzung praktisch sofort weiterverarbeitet und transportiert werden können, ist die Pulverbeschichtung in diversen Branchen und Industrien in Deutschland die beliebteste Beschichtungsart. Doch vorrangig die spezifischen Eigenschaften der pulverbeschichteten Oberfläche sorgen dafür, dass die Pulverlackierung in Deutschland unter anderem in diesen Sektoren ein „Dauerbrenner“ ist:

Baumaschinen profitieren in hohem Maß von der Langlebigkeit der Pulverbeschichtung

Baumaschinen profitieren in hohem Maß von der Langlebigkeit der Pulverbeschichtung

  • Bauindustrie
  • Ingenieurwesen
  • Medizintechnik
  • Möbel- und Einrichtungsindustrie
  • (Nutz-)Fahrzeugbau
  • Maschinenbau

Interessiert Sie die Pulverbeschichtung von Holzwerkstoffen im industriellen Maßstab, dann lesen Sie dort weiter.

Von Hamburg bis München Pulverbeschichter finden

Um in Ihrer Nähe einen geeigneten Lohnbeschichter zu finden, der Ihnen eine hervorragende Pulverbeschichtung bietet, sehen Sie sich auf unseren lokalen Beiträgen zu Köln, München, Berlin und Hamburg um. Die dort vorgestellten lokalen deutschen Unternehmen zeichnen sich durch unterschiedliche Spezialitäten aus.

Geht es um ein großes Pulverbeschichtungsprojekt von industrieller oder gewerblicher Art, dann wird es Sie freuen, dass teilweise such die max. Dimensionen angegeben sind. Deutschland bietet ein imposantes Netz an Pulverbeschichtern, das Ihren Ansprüchen sicher gerecht wird.

Wenn Sie sich in erster Linie für die Kosten der Pulverbeschichtung für Felgen, Geländer und Motorrad interessieren, gibt der verlinkte Beitrag Aufschluss.

Pulverlackhersteller in Deutschland

Die untenstehende Tabelle bietet einen Überblick über einige der wichtigsten Produzenten von Pulverlacken in Deutschland beziehungsweise internationale Player mit Standort in Deutschland. Viele von ihnen blicken auf eine reichhaltige Historie zurück, bieten aber zugleich modernste Pulverlacke, die auf individuelle Anforderungen, von Anti-Graffiti bis antimikrobiell, zugeschnitten sind.

Pulverlack-ProduzentStandort in Deutschland
Ganzlin Beschichtungspulver GmbHGrüner Weg 1, 19395 Ganzlin
Grimm Pulverlack Vertriebs GmbHGüglingstraße 78, 73529 Schwäbisch Gmünd
FreiLacke Emil Frei GmbH & Co. KGAm Bahnhof 6, 78199 Bräunlingen
IGP Pulvertechnik Deutschland GmbHAlte Regensburger Str. 14, 84030 Ergolding
Akzo Nobel Powder Coatings GmbHZur Alten Ruhr 4, 59755 Arnsberg
Axalta Coating Systems Germany GmbH & Co. KGSiemensstraße 4, 84051 Essenbach-Altheim
CWS Powder Coatings GmbHKatharinenstraße 61, 52353 Düren
Karl Wörwag Lack- und Farbenfabrik GmbH & CO. KGStrohgäustraße 28, 70435 Stuttgart

Einfach Pulverbeschichten selber machen

Pulverbeschichtungen sind in vereinfachter Form und relativ einfach auch zu Hause vorzunehmen. Mit Pulverpistolen für den privaten Gebrauch können Sie auch als Hobby-Heimwerker ganz einfach Gegenstände, wie Autofelgen, Teile an Motorrad oder Fahrrad, mit Pulverlack bepulvern. Beim Pulverbeschichten von Objekten und Kleinteilen zu Hause begrenzen lediglich die Abmessungen Ihres Backofens die Größe des zu beschichtenden Objekts. Dieser wird zum Aushärten der Pulverbeschichtung verwendet.


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